Eine Reportage ist eine Form von Berichterstattung oder Untersuchung mit Hintergrundinformationen, Originalbildern und kommentierenden Erläuterungen. Meistens informieren Reportagen über aktuelle Ereignisse. Eine Dokumentation dagegen ist eine Erschließung und Bewahrung von Informationen. Es wird versucht etwas möglichst objektiv wiederzugeben und so in seiner zeitlichen Form festzuhalten, damit es als Beweis für den einstigen Zustand dienen kann. So unterscheidet sich die Reportage als rein informatives Mittel, da der Dokumentarfilm beweisen und festhalten möchte.
Bei dem Dokumentarfilm wird der kommentierende Sprechertext verwendet um die Tatsachen und das Thema zu fundieren. Vor allem unterscheidet er sich vom Spielfilm, indem dort Vorgänge außerhalb der Kontrolle des Filmemachers wiedergegeben werden. In erster Linie sollte der Dokumentarfilm keine fiktiven Aufnahmen verwenden. Trotzdem gibt es Mischformen in denen Elemente des Trick- und Spielfilms einfließen.
Dokus sind Filme, die ein Stück Realität bewusst mit filmischen Mitteln und gestalteten Kamerabildern und Originalton festhalten. Der Schnittrythmus bei der Montage sollte abgeleitet sein von Inhalt, Filmmaterial und dem Erzählmuster. Er definiert sich durch die filmische Dramaturgie. Eine Erzählform mit einem Spannungsbogen der etwas als Ganzes begreift und strukturiert und keine Aneinanderreihungen von Einzelszenen ist. Um zu fesseln, braucht er ein Thema oder Geschichte mit dramaturgischen Aufbau mit rationaler oder emotionaler Logik. Die Zuschauer müssen der Logik der Erzählung und den darauf abgestimmten Filmsegmenten folgen können. Es sollen dadurch Emotionen geweckt, Fragen gestellt und Fantasien und Gedanken angeregt werden. Kurz, seine Metasprache muss Poesie entwickeln.

